
Zwei rivalisierende deutsche Forschungsgruppen arbeiteten Anfang des vorigen Jahrhunderts führend auf dem Gebiet der drahtlosen Telegraphie: die Gruppe Slaby-Arco, vertreten durch die 1899 gegründete funktelegraphische Abteilung der AEG, und der Kreis Braun-Siemens, der durch die 1901 gegründete Gesellschaft für drahtlose Telegraphie, System Prof. Braun und Siemens & Halske GmbH, repräsentiert wurde.
Auf Drängen von Kaiser Wilhelm II vereinigten sich die beiden Gruppen: Am 27. Mai 1903 entstand die Gesellschaft für drahtlose Telegraphie mbH - die Geburtsstunde von Telefunken.

Die ersten Kunden von Telefunken hatten Rang und Namen: Es waren die deutsche Armee und die kaiserliche Marine.
Im November 1905 lieferte Telefunken die ersten beiden Sender für die neue Küstenfunkstelle Norddeich Radio.
Im Oktober 1906 wurde der erste Ausbau des späteren Großsenders Nauen mit einer Reichweite von 300 Kilometern und einer HF-Leistung von zehn Kilowatt fertiggestellt.

Dr. Georg Graf von Arco (1869-1940) war 1903 der erste technische Direktor und Geschäftsführer der Gesellschaft für drahtlose Telegraphie mbH. Er brachte es auf immerhin mehr als hundert Patente und machte das Unternehmen zum Spitzenreiter im Bereich der innovativen Produkterrungenschaften auf diesem Gebiet. Telefunken wurde unter seiner Federführung zu einem Synonym für deutschen Erfindergeist.
Unter anderem gehen der Hochfrequenz-Maschinensender und der Wellenmesser auf Graf von Arco zurück.